Aller Anfang ist schwer - Von der Gründung bis zum ersten Schützenfest ­

Die Geschichte der St. Blasius Kompanie beginnt im Jahre 1955. In diesem Jahr trafen sich die Schützen­brüder Gerhard Andree, Wilhelm Andree, Heinz Basen, Willi Basen, Engelbert Büttgen, Willi Conen, Hubert Franken, Johann Schmitz. sowie Peter Stefen sen. und beschlossen eine neue Schützenkompanie innerhalb der Ham­mer St. Sebastianus Schützenbruder­schaft zu gründen. Was kann den damaligen Zeitgeist besser beschreiben als ein Auszug aus dem Bericht des ersten Schriftführers der Kompanie, Willi Conen.

 Gründungsmitglieder

Erstes Foto der Kompanie vor dem Vereinslokal „Möhker“
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Von li. nach  re.: Hans Hecker, Gerhard Weitz, Gerhard Andree, Wilhelm Andree, Engelbert Büttgen, Johann Schmitz, Peter Stefen, Hubert Franken, Heinz Basen, Willi Basen, Willi Conen

Ungefähr drei Monate vor dem Schützen­fest 1955 hatten sich die Gründer der neuen St. Blasius-Kompanie in ihrem jetzigen Vereinslokal bei Möhker zum ersten Male eingefunden. Sie alle waren gekommen mit dem Gedanken, eine neue Kompanie zu gründen. Sie wussten um das Vereinsleben. Sie hatten es nämlich aus anderen Vereinen in seinen Freuden, Sorgen und Kämpfen so kennen gelernt, dass sie sich darüber klar waren, was es bedeuten und heißen möge nun eine Gemeinschaft, eine neue Kompanie zu gründen. Ja ein neues Vereinsleben zu beginnen und aufzubauen, das auf dem Fundament der Kameradschaft und des Friedens ruhe. Das war das große Ziel, das eindeutig und klar vor den Augen jener neuen Gründer stand, die voll Mut und Entschlossenheit an ein Werk gehen wollten, dessen tiefster und letzter Sinn darin bestand in uner­müdlichem Einsatz den Kampf für Glaube, Sitte und Heimat zu führen. Ja aller Anfang war schwer, zumal in einer Zeit in der der Existenzkampf in seinen so gewaltigen Anforderungen weitgehend das Interesse an ein Vereinsleben zu verdrän­gen pflegte. Mochten auch im Hasten und Eilen des Alltags äußerlich die Mauern uralten Schützentums einzustürzen drohen, den lebendigen Geist, den Sinn und den unerschütterlichen Willen, der uns Hammer Schützen als unvergängliches Erbe inne wohnt, alte Traditionen zu pfle­gen und zu erhalten, konnte keine Kraft auslöschen, schien auch der Weg unseres Aufbaues noch so schwer zu sein den wir nun beschreiten mußten. Das erste große Problem das uns zunächst beschäftigte, war die Frage, ob wir bei der Hammer Bruderschaft überhaupt die Genehmigung für die Bildung einer neuen Kompanie erhielten. Wir nahmen daher sogleich mit dem Chef unserer Bruderschaft Verbindung auf, der dann unser Vorhaben dem Hauptvorstand unterbreiten sollte. Zur gleichen Zeit sprachen wir bei unserem hochwürdigsten Herrn Pastor vor, der unseren Plan freudig zustimmte und sich auch die Kompanie, nach dem Schutzpatron unserer Gemeinde, St.Blasius-Kompanie zu benennen, einverstanden erklärte. Es vergingen Tage, die teils von Ungewiss­heit und teils von Hoffnung auf Erfolg ausgefüllt waren, bis zu der entscheidungs­vollen Stunde, die uns entweder eine frohe oder eine traurige Nachricht verkünden sollte. Es war an einem Samstagabend. Wir alle hatten uns in unserem Vereinslokal versammelt, als endlich das Dunkel jener sorgenvollen Tage gelichtet wurde und eine Freudenbotschaft, die die Erlaubnis zur Bildung einer neuen Kompanie seitens des Hauptvorstandes enthielt, uns erreichte. Der Grundstein unserer neuen Kompanie war somit gelegt. Unser Weg stand nun offen, die neue St. Blasius-Kompanie exi­stierte seit dem 25. Juni 1955, ein Tag, der nicht nur in die Geschichte unserer Kompanie, sondern auch in die der St. Sebastianus Schützen Bruderschaft zu Düsseldorf - Hamm ein ging. Unser weiterer Aufbau der Kompanie konnte nun ungehindert von statten gehen. Als erstes stand die Wahl des Vorstandes auf unserem Programm, in der zum Hauptmann und ersten Vorsitzenden Johann Schmitz gewählt wurde. 

Nachdem mit der Aufstellung der neuen Statuten der äußere Rahmen unserer Kompanie soweit fertig gestellt war, konn­ten wir zur Lösung des zweiten Problems übergehen. Waren es zunächst noch persön­liche Sorgen, nämlich die Beschaffung einer neuen Uniform die uns beschäftigten, so stand die gemeinschaftliche Sorge um die Bildung einer finanziellen Grundlage im Mittelpukt eingehender Besprechungen. Dank der großen intensiven Zusammen­arbeit aller Mitglieder gelang es uns einer­seits durch persönliche Beitragszahlungen, anderseits durch die Werbung passiver Mitglieder unsere Kasse so anzufüllen, das wir uns keine Sorgen über Musik, Trans­parente und Essenfrage machen brauch­ten. Mit großem Eifer und Fleiß wurden sämtliche Vorbereitungen getroffen. 

Nach der Arbeit ist nun gut ruhen. In die­ser glücklichen Situation konnten wir kaum noch die Tage abwarten, die uns von dem bevorstehenden Feste trennten.

 

 

Das erste Schützenfest
Ein glänzender Fackelzug, ausgeschmückt mit vielen Transparenten und zahlreichen Musikchören gab die Einleitung zu dem nun beginnenden Schützenfeste. Eine heitere Kirmesstimmung herrschte unter allen Schützen, besonders aber in unserer Kompanie. Am Sonntagmorgen marschierten wir zu unserem Hauptmann, der uns schon mit einem kühlen Trunke erwartete, wobei wir in reichem Maße auf den Festzug und auf die erste Parade uns vorzubereiten ruhten und im Zeichen unseres erreichten Erfolges auf einen weiteren guten Verlauf des Schützenfestes tranken. Ein Festzug, einzigartig in seinem Ge­präge, umrahmt von herrlichstem Sonnen­schein, bewegte sich anschließend durch die Straßen unseres Heimatdorfes. Die glän­zenden Uniformen, die Disziplin im Zuge, und nicht nur die exakte Parade waren ein Beweis der Treue und Verbundenheit der Hammer Schützen zu ihrer Heimat und zu ihrer alten Tradition. 

Nach dem Festzuge am Nachmittag hatten der Freude und dem Frohsinn gewidmet wir uns im Zelt eingefunden, wo im Zeichen waren. der Kirmes die folgenden Stunden Der Dienstag verlief programmgemäß mit Hochamt, Gefallenenehrung, dem Fest­essen eines jeden Vereins in ihrem Vereinslokale und den am Nachmittag letzt malig stattfindenden Festzuge durch die Straßen unseres Dorfes, dem am Abend der große Krönungsball folgte, der den vorläufigen Abschluss des diesjäh­rigen Schützenfestes bildete. 

In der folgenden Zeit ließen der Eifer und das Interesse für unser Vereinsleben in keinem Falle zu wünschen übrig. Wenn auch mit dem Beginn der Winter­zeit mehr Zeit und Gelegenheit sich bot, unseren Pflichten dem Verein gegenüber nach zu kommen, so war der Grund unseres häufigen Zusammenkommens nicht etwa in ausarten­dem Vergnügungsdrang zu suchen sondern ein schweres Problem, näm­lich das um die Be­schaffung einer neuen Fahne nahm an den, folgenden Versammlungen unsere engste Zusammenarbeit in Anspruch. Nach einge­henden Besprechungen und sorgfältigem Überlegen waren wir zu dem Entschluss gekommen, dieselbe in diesem Jahr zu bestellen, damit ihre Fertigstellung bis zum 20. Januar 1956, dem Festtage des Hl. Sebastianus, des dem Hl. Blasius dem Festtage des Hl. Sebastianus, des Schutzpatrons unserer Bruderschaft, dem Tage, den wir uns zu ihrer Einweihung erkoren hatten, noch erreicht werden konnte. Es war ein großartiges und in die Geschichte unseres Vereins eingehendes Ereignis, als wir am Morgen des 20. Januars in unserer Kirche uns zu feierlichem Gottesdienst mit allen anderen Kompanien eingefunden hatten und dann in feierlichem Akte unsere Fahne, umgeben von den Fahnen aller Vereine durch unseren hochwürdigsten Herrn Pastor Berger, dem Hl. Blasius als dem Schutzpatron unserer Gemeinde geweiht wurde. Im Wirrwarr des Alltages, im Kampf mit den täglichen Sorgen, nimmt die Zeit unaufhaltsam ihren Fortgang. Mit großen

Schritten eilen wir schon wieder neuen Schützenfesten entgegen, die auch heute noch nicht in unserer modernen Zeit veraltet sind, sondern gerade wegen des hohen Alters in unserem Heimatdorfes als die schönsten und erhabensten Heimatfeste gelten, und darum so groß und so stolz gefeiert werden. 

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Die komplette Chronik zum 50 jährigen Jubiläum konnen Sie hier downloaden. 
 

 

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